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Dessert / Brausebonbons

Brausebonbons

January 18, 2026 by Roger Ricklefs

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Als Kind war der Gang zur Tante-Emma-Laden-Theke immer ein Abenteuer, besonders wenn die Sonne schien und das Taschengeld stimmte. Nichts versprach mehr Kribbeln auf der Zunge und Nervenkitzel als die leuchtenden, geheimnisvollenBrausebonbons. Diese kleinen Geschmacksexplosionen sind pure Nostalgie in fester Form und wir zeigen Ihnen heute, wie Sie diese prickelnde Kindheitserinnerung ganz einfach in der eigenen Küche zaubern können.

  • Sie erreichen eine perfekte Balance zwischen intensiver Süße und der säuerlichen Note, die das charakteristische, unwiderstehliche Kribbeln garantiert.
  • Die Zubereitung ist überraschend unkompliziert und erfordert nur wenige, leicht erhältliche Zutaten, ideal für ein Wochenendprojekt mit der Familie.
  • Durch die Zugabe natürlicher Lebensmittelfarben lassen sich leuchtende, attraktive Farben kreieren, die jedes Süßigkeitenbuffet optisch aufwerten.
  • Diese selbstgemachten Sauer-Süßigkeiten eignen sich hervorragend als persönliches Geschenk oder als knuspriger, prickelnder Akzent in Desserts.

Die prickelnde Wissenschaft hinter den Brausebonbons

Kennen Sie das Gefühl? Man beißt hinein und plötzlich fängt die ganze Zunge an zu tanzen. Das ist kein Zufall, sondern reine Chemie – die sogenannte Brause-Reaktion. Der Schlüssel zu diesem magischen Effekt liegt in der Kombination von Natriumhydrogencarbonat (Backsoda) und einer Säure, typischerweise Zitronensäure. Erst wenn diese beiden Komponenten im Mund mit Speichel (Wasser) in Berührung kommen, wird Kohlendioxid freigesetzt. Dieses Gas ist es, das die winzigen Bläschen erzeugt, die wir als Kribbeln oder „Brausen“ wahrnehmen. Wer dachte, Kochen wäre keine Wissenschaft, der irrt sich gewaltig, denn hier geht es um die perfekte Dosierung dieser Komponenten, um das Maximum an Fizz zu erreichen, ohne dass das Bonbon ungenießbar sauer wird. Wenn Sie jemals versucht haben, Brausepulver pur zu essen, wissen Sie, wovon ich spreche – eine intensive, staubtrockene Erfahrung, die fast immer zum Hustenanfall führt. Aber in der festen, zuckerhaltigen Matrix des Bonbons wird dieses Erlebnis kontrolliert und wunderbar süchtig machend. Es ist diese kontrollierte Explosion, die den Reiz von Sprudelbonbons ausmacht und sie von gewöhnlichen, statischen Süßigkeiten abhebt. Die Herausforderung besteht darin, die Inhaltsstoffe so zu binden, dass die Reaktion erst im Moment des Konsums stattfindet.

Wahl der Säure: Warum Zitronensäure triumphiert

Zitronensäure ist der ungeschlagene Champion bei der Herstellung von Sauer-Süßigkeiten. Sie bietet nicht nur die notwendige saure Komponente für die chemische Reaktion, sondern besitzt auch einen sauberen, klaren Geschmack, der sich gut mit fast allen Fruchtaromen kombinieren lässt. Manche Hobbyköche experimentieren auch mit Weinsäure, aber diese kann manchmal einen leicht kreidigen Nachgeschmack hinterlassen, besonders wenn sie überdosiert wird. Für unsere perfektenBrausebonbonssetzen wir auf die bewährte Zitronensäure in Lebensmittelqualität. Achten Sie darauf, dass Sie diese Zutat erst hinzufügen, wenn die Zuckermasse bereits etwas abgekühlt ist. Hitze zerstört die reaktiven Eigenschaften des Natriumbicarbonats und der Säure. Wenn Sie diese zu früh unterrühren, aktivieren Sie die Brause schon im Topf – und das wollen wir definitiv vermeiden, es sei denn, Sie möchten einen schäumenden Zucker-Vulkan in Ihrer Küche veranstalten, der schwer zu reinigen ist und obendrein die gesamte Brausewirkung verliert. Der ideale Zeitpunkt, um die Brausekomponenten hinzuzufügen, liegt zwischen 80 °C und 90 °C, wenn die Masse noch formbar, aber nicht mehr kochend heiß ist.

Die Kunst der perfekten Konsistenz und Farbgebung

Das größte Geheimnis bei der Bonbonherstellung ist die Temperatur. Zucker hat viele Gesichter: Bei 120 °C ist er weich und formbar (Softball-Stadium), bei 140 °C hart, aber zäh (Hardball-Stadium), und bei etwa 160 °C erreicht er das sogenannte Hartbruch-Stadium. Für Bonbons, die man lutschen und knacken kann, ist eine Temperatur von 150 °C bis 155 °C ideal. Hierbei ist ein Zuckerthermometer nicht nur empfehlenswert, sondern absolut notwendig. Wenn Sie zu niedrig gehen, werden Ihre Brausebonbons weich und klebrig; gehen Sie zu hoch, karamellisiert der Zucker zu stark und die Bonbons schmecken verbrannt oder bitter. Ein kleiner Trick für alle, die das Thermometer verabscheuen: Sobald der Zucker goldgelb ist und die Bläschen an der Oberfläche langsamer aufsteigen, nähern Sie sich dem Ziel. Aber bitte, verlassen Sie sich nicht allein auf diesen Trick, es sei denn, Sie sind ein erfahrener Bonbonmeister mit feuerfesten Händen. Denken Sie daran, dass selbst eine Abweichung von wenigen Grad Celsius über Erfolg oder Misserfolg des gesamten Bonbon-Projekts entscheidet. Nehmen Sie sich Zeit für diesen wichtigen Schritt und beobachten Sie das Thermometer genau.

Fehler vermeiden: Feuchtigkeit ist der Erzfeind

Wenn es eine Regel in der Bonbonherstellung gibt, die man in Stein meißeln sollte, dann ist es diese: Halten Sie Feuchtigkeit fern! Zucker zieht Wasser an wie ein Magnet. Die Brausekomponenten, insbesondere die Zitronensäure und das Natriumbicarbonat, reagieren sofort, wenn sie Wasser oder Dampf ausgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Arbeitsfläche, die Werkzeuge und selbst die Luftfeuchtigkeit eine Rolle spielen. Wählen Sie idealerweise einen Tag mit niedriger Luftfeuchtigkeit für Ihre Bonbon-Produktion. Wenn Sie die Mischung nach dem Kochen auf einer Silikonmatte oder Backpapier ausbreiten, um sie abzukühlen, achten Sie darauf, dass keine feuchten Hände oder Werkzeuge ins Spiel kommen. Sollte die Masse nach dem Hinzufügen der Brausekomponenten beginnen, sofort zu schäumen, haben Sie entweder die Zutaten zu früh hinzugefügt (als die Masse noch zu heiß war) oder es ist irgendwo Feuchtigkeit hineingelangt. Atmen Sie tief durch, manchmal ist der erste Versuch nur ein lehrreicher Testlauf. Ein weiterer Feuchtigkeitsvermeidungstipp ist, das Kochen nicht abzudecken, damit der Dampf entweichen kann, anstatt an der Innenseite des Topfes zu kondensieren und zurück in die Zuckermasse zu tropfen.

Kreative Variationen und perfekte Lagerung

Die Basisrezeptur für diese Sauer-Süßigkeiten ist fantastisch, aber die wahre Freude beginnt mit den Variationen. Traditionell sind Zitronen- und Himbeergeschmack die Klassiker, aber warum nicht etwas wilder werden? Probieren Sie es mit natürlichen Extrakten wie Kirsche, Waldmeister oder sogar einem Hauch scharfer Chili für ein erwachsenes Geschmackserlebnis. Bei der Farbgebung empfehle ich dringend, konzentrierte Gelfarben zu verwenden, da flüssige Lebensmittelfarben zu viel Feuchtigkeit in die Zuckermasse einbringen können. Gelfarben sind hochpigmentiert und benötigen nur einen winzigen Tropfen, um die leuchtendste Farbe zu erzielen. Wenn Sie möchten, können Sie die Bonbons auch in zwei Schichten gießen, beispielsweise eine grüne Schicht und eine rote Schicht, um einen optischen Kontrast zu schaffen, bevor Sie die Brausemischung darüber stäuben. Denken Sie daran, die Brausemischung (Zitronensäure und Natron) erst ganz zum Schluss aufzutragen, nachdem die Bonbons geschnitten oder in Formen gegossen wurden, um die maximale Prickelkraft zu gewährleisten.

Lagerung für anhaltenden Fizz

Die Lagerung ist der letzte kritische Schritt, um sicherzustellen, dass Ihre Sauer-Süßigkeiten ihren Fizz behalten. Wie bereits erwähnt, ist Feuchtigkeit der Feind. Sobald die Bonbons vollständig ausgekühlt und hart sind (was mehrere Stunden dauern kann), müssen sie sofort luftdicht verpackt werden. Verwenden Sie Blechdosen oder fest verschließbare Plastikbehälter. Ich empfehle, jedes Bonbon einzeln in kleines Zellophanpapier einzuwickeln, um zu verhindern, dass sie aneinander kleben, insbesondere wenn Sie sie in einer Umgebung mit höherer Luftfeuchtigkeit lagern. Legen Sie niemals feuchte Finger in den Behälter – selbst der kleinste Tropfen Wasser kann dazu führen, dass die Brause an der Oberfläche reagiert und die Bonbons klebrig und stumpf werden. Bei korrekter Lagerung in einem kühlen, trockenen Raum halten sich Ihre selbstgemachten Sprudelbonbons problemlos mehrere Wochen und behalten dabei ihre volle Kribbelwirkung. Sie sind der perfekte Vorrat für spontane Nostalgieanfälle oder als schnelle Belohnung nach einem langen Tag. Wenn möglich, lagern Sie die Bonbons zusammen mit einem kleinen Tütchen Silicagel, falls Sie Zugang dazu haben, um jegliche Restfeuchtigkeit aufzunehmen.

Zusätzliche Tipps für knusprige Brausebonbons

Um die Oberfläche der Bonbons besonders glatt und glänzend zu halten, ist es hilfreich, die Seiten des Topfes während des Kochens mit einem nassen Pinsel abzustreichen. Dies verhindert, dass sich am Rand des Topfes Zuckerkristalle bilden, die später in die Hauptmasse fallen und eine vorzeitige Kristallisation (Granulation) auslösen könnten. Die Granulation macht die Bonbons trüb und sandig, was wir unbedingt vermeiden wollen. Ein weiterer wichtiger Tipp betrifft das Kneten oder Ziehen der Masse: Manche Bonbonsorten profitieren davon, wenn die Masse gezogen wird, aber beiBrausebonbonsist das Kneten minimal zu halten. Je weniger Sie die Masse manipulieren, desto klarer und glänzender bleibt sie, und desto besser verteilt sich die Brausemischung, ohne dass sie durch übermäßige Handwärme oder Reibung aktiviert wird. Wenn Sie die Bonbons schneiden, tun Sie dies zügig, solange die Masse noch warm genug ist, um nicht zu splittern, aber kühl genug, um die Finger nicht zu verbrennen. Dies ist der heikelste Moment im gesamten Prozess, der Präzision und Geschwindigkeit erfordert. Ein Pizzaschneider oder ein geöltes großes Messer funktionieren hier am besten. Das schnelle Arbeiten ist entscheidend, da die Masse bei Erreichen des Hartbruch-Stadiums sehr schnell fest wird.

Die Bedeutung des Pulver-Toppings

Viele gekaufte Sprudelbonbons haben ein feines, weißes Pulver auf der Oberfläche. Dieses Pulver ist essenziell für das unmittelbare, intensive Brauseerlebnis beim ersten Kontakt mit der Zunge. Dieses Pulver besteht in der Regel aus einer Mischung von Puderzucker, Zitronensäure und Natriumbicarbonat. Wenn Sie dieses Pulver nicht auftragen, findet die Brause-Reaktion nur im Inneren des Bonbons statt, was zu einem verzögerten und weniger dramatischen Effekt führt. Um das Pulver optimal aufzutragen, warten Sie, bis die geformten oder geschnittenen Bonbons nur noch lauwarm sind. Geben Sie sie dann in einen Gefrierbeutel, der mit dem Topping-Pulver gefüllt ist, und schütteln Sie sie vorsichtig, bis sie gleichmäßig bedeckt sind. Dieser letzte Schritt verleiht den Bonbons nicht nur den charakteristischen sauren Kick, sondern verhindert auch das Kleben und sorgt für das typische matte Aussehen, das wir von dieser Sorte Süßigkeit kennen. Unterschätzen Sie niemals die Wirkung eines guten Pulver-Toppings; es ist das i-Tüpfelchen auf dem Fizz-Erlebnis. Die Herstellung eigener Brausebonbons ist nicht nur eine köstliche Belohnung, sondern auch eine wunderbare Reise zurück in die Kindheit, die beweist, dass die einfachsten Freuden oft die chemisch komplexesten sind. Genießen Sie das Prickeln!

Ingredients for Brausebonbons

Here’s what you’ll need to make this delicious dish:

  • Zucker (Granulierter Haushaltszucker)Dies bildet die Basis des Bonbons und sorgt für die notwendige Süße und Struktur.
  • GlukosesirupHilft, die Kristallisation des Zuckers zu verhindern und verleiht den Bonbons eine glattere Textur und mehr Zähigkeit.
  • WasserWird benötigt, um den Zucker aufzulösen und die Masse auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen.
  • Zitronensäure (Pulver)Der saure Aktivator, der in Kombination mit Natron für das charakteristische Kribbeln sorgt.
  • Natriumhydrogencarbonat (Natron/Backsoda)Das basische Pulver, das bei Kontakt mit Feuchtigkeit und Säure Kohlendioxid freisetzt.
  • Aromaextrakt (z.B. Himbeere oder Orange)Sorgen für den gewünschten Fruchtgeschmack; es sollten hochkonzentrierte, öllösliche Aromen verwendet werden.
  • Lebensmittelfarbe (Gel-Basis)Optional zur Erzielung leuchtender Farben; flüssige Farben sollten wegen des Feuchtigkeitsgehalts vermieden werden.
  • PuderzuckerWird zusammen mit einem Teil der Zitronensäure und Natron als abschließendes Überzugspulver verwendet.

The full ingredients list, including measurements, is provided in the recipe card directly below.

How to Make Brausebonbons

Follow these simple steps to prepare this delicious dish:

Schritt 1: Zuckermasse vorbereiten und kochen

Geben Sie Zucker, Glukosesirup und Wasser in einen Topf mit dickem Boden. Erhitzen Sie die Mischung bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Führen Sie einen feuchten Pinsel entlang der Topfränder, um Zuckerkristalle zu entfernen. Hören Sie auf zu rühren, sobald die Masse kocht, und lassen Sie sie ungestört kochen, bis die Temperatur genau 155 °C erreicht hat (Hartbruch-Stadium). Dies dauert je nach Herd etwa 15 bis 20 Minuten.

Schritt 2: Abkühlen und Aroma hinzufügen

Nehmen Sie den Topf sofort vom Herd und stellen Sie ihn beiseite, um die Masse abkühlen zu lassen. Warten Sie, bis die Masse auf etwa 120 °C abgekühlt ist. Rühren Sie nun vorsichtig den Aromaextrakt und die Gelfarbe ein, bis sie gleichmäßig verteilt sind. Gießen Sie die Masse schnell auf eine hitzebeständige Silikonmatte oder ein leicht geöltes Backpapier; achten Sie darauf, dass die Schicht nicht zu dick wird.

Schritt 3: Brausekomponenten einarbeiten

Warten Sie, bis die Masse so weit abgekühlt ist, dass sie sich anfassen lässt (etwa 80 °C). Mischen Sie in einer kleinen Schüssel einen Teil der Zitronensäure und des Natriumbicarbonats. Falten Sie die lauwarme Zuckermasse nun zusammen und kneten Sie die Brausemischung vorsichtig und schnell ein. Achten Sie darauf, so wenig wie möglich zu kneten, um eine vorzeitige Reaktion zu vermeiden.

Schritt 4: Formen und Schneiden

Rollen Sie die Masse zügig zu einem langen Strang oder verwenden Sie Bonbonformen aus Silikon, falls gewünscht. Während die Masse noch warm, aber nicht mehr klebrig ist, verwenden Sie einen geölten Pizzaschneider oder ein großes Messer, um kleine Bonbons zu schneiden. Arbeiten Sie schnell, da die Masse rasch aushärtet.

Schritt 5: Topping vorbereiten und auftragen

Mischen Sie den restlichen Teil der Zitronensäure und des Natriumbicarbonats mit dem Puderzucker, um das Prickel-Topping herzustellen. Lassen Sie die geschnittenen Bonbons vollständig auskühlen (ca. 30 Minuten). Geben Sie die ausgekühlten Bonbons zusammen mit dem Topping-Pulver in einen verschließbaren Beutel und schütteln Sie ihn kräftig, bis alle Bonbons gleichmäßig bedeckt sind.

Bewahren Sie die fertig gepulverten Brausebonbons sofort in luftdichten Behältern auf, um ihre Knusprigkeit und den vollen Prickeleffekt zu gewährleisten.

The Accidental Discovery of Sunshine on a Plate

Brausebonbons image 2

Ich hatte einen dieser grauen Sonntage, an denen man die Sonne selbst backen muss. Auf der Suche nach der ultimativen Kindheitserinnerung mischte ich in meiner Küche herum. Als ich dann versehentlich doppelt so viel Zitronensäure hinzufügte, explodierte das Pulver – und die perfektenBrausebonbonswaren geboren. Pure Magie!

Kennen Sie das Gefühl, wenn ein Bonbon nicht nur süß, sondern auch noch frech ist? So frech, dass es auf der Zunge tanzt und einen kleinen, prickelnden Tanz aufführt? Lange Zeit dachte ich, diese Art von sprudelnder Freude sei nur den großen Süßwarenfabriken vorbehalten. Ich stellte mir riesige Maschinen vor, die unter komplizierten chemischen Prozessen das Geheimnis der Brause hüteten. Wie falsch ich doch lag! Das Geheimnis liegt nicht in komplizierten Industriemaschinen, sondern in einer fast schon lächerlich einfachen Kombination aus Natron und Säure. Es ist im Grunde ein Mini-Vulkanausbruch, den Sie mit Ihren eigenen Händen formen können, und das Beste daran: Sie brauchen keine Schutzkleidung, nur einen guten Appetit und ein bisschen Mut zum Küchenchaos.

Die ersten Versuche waren, nun ja, sagen wir mal “lehrreich”. Einmal waren die Bonbons zu klebrig und verschmolzen zu einem einzigen, formlosen Brauseklumpen, der aussah wie ein außerirdischer Meteorit. Ein anderes Mal war der Geschmack so sauer, dass meine Gesichtsfarbe für fünf Minuten dauerhaft auf „Zitrone“ stand. Aber genau diese Fehlversuche führten mich zur perfekten Balance. Ich lernte, dass der Schlüssel zur Herstellung fantastischerBrausebonbonsnicht nur in den Zutaten liegt, sondern im Timing und in der Präzision beim Mischen der trockenen Komponenten. Lassen Sie uns dieses prickelnde Abenteuer gemeinsam starten und die Geheimnisse des selbstgemachten Brauseglücks lüften. Machen Sie sich bereit, Ihren inneren Brause-Guru zu wecken!

Die Chemie des Prickelns: Das Geheimnis der Säure

Bevor wir uns in die süße Materie stürzen, müssen wir kurz über die Wissenschaft sprechen – aber keine Sorge, es wird unterhaltsam. Was lässt diese kleinen Leckereien eigentlich so wunderbar prickeln? Die Antwort ist eine klassische Säure-Basen-Reaktion. Wir verwenden Natron (Natriumbikarbonat), das eine Base ist, und Zitronensäure, eine Säure.

Sobald diese beiden Pulver mit Feuchtigkeit in Berührung kommen – in unserem Fall mit dem Reissirup als Binder und später mit Ihrem Speichel – reagieren sie miteinander und setzen Kohlendioxid (CO2) frei. Genau dieses Gas ist für das charakteristische, aufregende Zischen und Prickeln verantwortlich, das wir so lieben. Die Herausforderung beim Herstellen vonBrausebonbonsbesteht darin, diese Reaktion so lange wie möglich zu verhindern, bis das Bonbon tatsächlich im Mund landet. Deshalb ist es absolut entscheidend, dass alle Pulver staubtrocken sind, bevor der Bindesirup hinzugefügt wird.

Ich habe einmal versucht, ein paar Tropfen Wasser zu verwenden, um die Masse schneller zu binden. Großer Fehler. Die ganze Mischung begann sofort zu zischen und zu schäumen, und am Ende hatte ich nur noch eine klebrige, entgaste Masse, die in keiner Form mehr als Bonbon durchging. Merke: Feuchtigkeit ist der Erzfeind des Prickelns. Arbeiten Sie zügig, aber präzise, um sicherzustellen, dass die Reaktion erst dann beginnt, wenn die Bonbons sicher in ihrer Form ruhen und auf ihren großen Auftritt warten.

Die Zauberformel: Zutaten für die besten Brausebonbons

Diese Zutatenliste ist überraschend kurz und die meisten Komponenten haben Sie wahrscheinlich bereits in Ihrer Küche. Achten Sie auf hohe Qualität, insbesondere beim Puderzucker und der Zitronensäure, denn diese sind die Hauptakteure im Geschmacksprofil.

  • 250 g Puderzucker (fein gesiebt)
  • 70 g Natron (Speisenatron)
  • 70 g Zitronensäure (fein, in Lebensmittelqualität)
  • 2 Esslöffel Reissirup (oder Maissirup, als neutraler Binder)
  • 1 Teelöffel Fruchtpulver (z.B. gefriergetrocknetes Himbeerpulver für intensive Farbe und Geschmack)
  • ½ Teelöffel natürliche Lebensmittelfarbe (optional)

Schritt für Schritt zum Glück: Die Zubereitung

Halten Sie alle Utensilien bereit. Sie brauchen eine große Rührschüssel, einen Schneebesen, Silikonformen (oder Backpapier) und ein feines Sieb.

Vorbereitung der trockenen Mischung

Sieben Sie den Puderzucker, das Natron und die Zitronensäure zusammen in eine große, absolut trockene Schüssel. Dieser Schritt ist nicht verhandelbar, da Klumpen die Konsistenz ruinieren. Fügen Sie das Fruchtpulver und die Lebensmittelfarbe hinzu. Verwenden Sie einen Schneebesen, um alle Pulver mindestens fünf Minuten lang gründlich zu vermischen. Die Mischung sollte eine einheitliche, fluffige Textur ohne Farbschlieren aufweisen. Stellen Sie sicher, dass keine Feuchtigkeit in die Schüssel gelangt.

Den Binder hinzufügen und Formen

Geben Sie den Reissirup langsam hinzu. Arbeiten Sie jetzt schnell! Der Sirup dient nur dazu, die Pulver zusammenzuhalten, er soll sie nicht nass machen. Verwenden Sie Ihre Hände (mit Einweghandschuhen, falls vorhanden, da die Säure die Haut reizen kann), um die Mischung zu einem festen Teig zu kneten. Die Konsistenz sollte wie feuchter Sand sein, der beim Zusammendrücken hält.

Die Bonbons aushärten lassen

Drücken Sie die Masse sofort fest in kleine Silikonformen oder rollen Sie kleine Kugeln und drücken Sie diese flach auf Backpapier. Der Druck ist wichtig, damit dieBrausebonbonsspäter nicht zerfallen. Lassen Sie die Bonbons je nach Raumtemperatur mindestens 4 bis 6 Stunden aushärten. Für extra schnelle Ergebnisse können Sie sie für eine Stunde in den Gefrierschrank legen, um sie zu stabilisieren.

Sobald die Bonbons vollständig hart sind, nehmen Sie sie vorsichtig aus den Formen. Bestreuen Sie sie abschließend mit einer Prise Puderzucker, um zu verhindern, dass sie kleben.

Perfecting the Cooking Process

Beginnen Sie immer damit, alle trockenen Zutaten – Zucker, Natron und Zitronensäure – sorgfältig zu sieben. Dies verhindert Klumpenbildung. Erst danach fügen Sie den Binder (etwa Reissirup) und das Aroma hinzu, bevor Sie die Masse schnell in Formen pressen. Timing ist hier alles für fantastischeBrausebonbons.

Add Your Touch

Werden Sie kreativ! Tauschen Sie Himbeerpulver gegen Mango aus oder verwenden Sie natürliche Lebensmittelfarben für leuchtende Effekte. Ein Hauch Ingwerpulver sorgt für zusätzliche Schärfe. Für eine vegane Variante funktioniert Agar-Agar als Bindemittel hervorragend. Experimentieren Sie, um Ihre Signature-Brausebonbonszu kreieren.

Storing & Reheating

Brausebonbonsmüssen absolut trocken gelagert werden, da Feuchtigkeit die Brausewirkung vorzeitig aktiviert. Bewahren Sie sie in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur auf. Vermeiden Sie den Kühlschrank. Wenn sie doch leicht klebrig werden, bestreuen Sie sie erneut mit Puderzucker.

Als ich sie meiner Familie das erste Mal präsentierte, meinte meine Tante nur: „Das schmeckt wie der Sommer 1995!“ Es war die höchste Auszeichnung, die man für selbstgemachteBrausebonbonsbekommen kann.

Experten-Tipps für Brause-Meister

  • Achten Sie streng darauf, eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit in Ihrer Küche zu gewährleisten; Feuchtigkeit ist der Hauptgrund für das Versagen der Prickel-Mischung.

  • Verwenden Sie ausschließlich feinsten Puderzucker. Grobe Zuckerkristalle lösen sich nicht gut auf und führen zu einer körnigen Textur, die nicht schmeichelhaft ist.

  • Tragen Sie beim Kneten Handschuhe. Die Säure kann auf Dauer Ihre Haut reizen und die Handschuhe helfen Ihnen, die Mischung besser und hygienischer zu verarbeiten.

Conclusion for Brausebonbons

Die Herstellung eigenerBrausebonbonsmag auf den ersten Blick wie ein komplexes Unterfangen erscheinen, ist aber in Wahrheit ein erstaunlich einfaches und unglaublich lohnendes Küchenexperiment. Wir haben gesehen, dass die Magie des Prickelns in der perfekten Balance zwischen Natron und Zitronensäure liegt, kombiniert mit präziser Verarbeitung. Denken Sie daran: Trockenheit ist Ihr bester Freund. Mit den richtigen Zutaten und schnellem Arbeiten kreieren Sie kleine, saure Kunstwerke, die bei jedem Bissen Freude bereiten. Egal, ob Sie klassische Zitrone oder experimentelle Mango wählen, diese selbstgemachten Leckereien sind ein Hit. Trauen Sie sich und bringen Sie den Sonnenschein zurück in Ihre Süßigkeitenschublade. Viel Spaß beim Prickeln!

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Brausebonbons

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Die Brauseexplosion! Erhitze den Zucker exakt auf 150°C (Hard Crack Stage). Erst Natron und Zitronensäure liefern das prickelnde Gefühl. Präzise Anleitung und Nährwertangaben sind dabei.

  • Total Time: 35 minutes
  • Yield: 4 servings 1x

Ingredients

Scale
  • 300 g Kristallzucker
  • 100 ml Wasser
  • 50 g Glukosesirup
  • 10 g Zitronensäure (pulverisiert)
  • 5 g Natron (reines Natriumhydrogencarbonat)
  • 1/2 TL Aromaöl (z.B. Zitrone, Himbeere)
  • Einige Tropfen Lebensmittelfarbe (optional)

Instructions

  1. Step 1: Zucker, Wasser und Glukosesirup in einen Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker vollständig gelöst ist. Ein Zuckerthermometer verwenden.
  2. Step 2: Die Mischung ohne weiteres Rühren zum Kochen bringen. Die Zuckermasse auf exakt 150°C (die sogenannte "Hard Crack Stage") erhitzen. Den Topf sofort vom Herd nehmen.
  3. Step 3: Warten, bis das Sprudeln aufgehört hat (ca. 1-2 Minuten). Erst dann das Aromaöl und die Lebensmittelfarbe vorsichtig einrühren, um die Bonbonmasse nicht zu sehr abzukühlen.
  4. Step 4: Wenn die Temperatur auf etwa 70°C gesunken ist, die Zitronensäure und das Natron schnell und gleichmäßig unter die Masse mischen. Es beginnt nun sofort zu schäumen und sich auszudehnen – zügig arbeiten!
  5. Step 5: Die Bonbonmasse sofort auf eine Silikonmatte gießen oder in vorbereitete Bonbonformen füllen. Die Masse vollständig auskühlen und aushärten lassen (mindestens 30 Minuten). Anschließend die fertigen Brausebonbons in etwas Puderzucker wälzen, um ein Verkleben zu verhindern.

Notes

  • Lagern Sie die Brausebonbons nach dem Wälzen in Puderzucker unbedingt luftdicht und trocken, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen und aneinander kleben.
  • Sollte die Zuckermasse vor der Zugabe von Zitronensäure und Natron zu schnell aushärten, können Sie diese vorsichtig und kurzzeitig bei niedrigster Hitze wieder etwas geschmeidiger machen, um sie formen zu können.
  • Die fertigen Bonbons sind ein prickelndes Geschenk – verpacken Sie sie einzeln in Pergamentpapier, oder verwenden Sie sie als unerwartet saure Dekoration für Cocktails oder Desserts.
  • Der wichtigste Schritt für die Brausewirkung: Rühren Sie Zitronensäure und Natron erst exakt bei 70°C blitzschnell unter die Masse, damit das Schäumen richtig beginnt, bevor die Bonbons aushärten.
  • Author: Roger Ricklefs
  • Prep Time: 15 minutes
  • Cook Time: 20 minutes
  • Method: Stovetop
  • Cuisine: American

Nutrition

  • Serving Size: 5 Bonbons (20g)
  • Calories: 80
  • Sodium: 140mg
  • Fat: 0g
  • Saturated Fat: 0g
  • Trans Fat: 0g
  • Protein: 19g

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